Fehlerbehebung: Warum schwankt die Leistung Ihres Extruders? (Instabile Ausgabe) 

Extruder-Schwankung

Gibt Ihr Extruder gelegentlich dicke und dünne Stellen aus, als würde er atmen? Bei solchen Extruderschwankungen leidet natürlich das Erscheinungsbild des Produkts (DIM). Auch der Materialverlust steigt. Dimensionsinstabilitäten, die durch diese Schwankungen verursacht werden, können Ihren gesamten Produktionsplan durcheinanderbringen.

Die Ursachen für Lastspitzen zu kennen, ist die halbe Miete. Sobald man die Ursache gefunden hat, kann man Maßnahmen ergreifen, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.

Hier gehen wir auf die fünf häufigsten Gründe für das Pulsieren Ihres Extruders ein und zeigen Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Was ist Extruder-Surging? 

Periodische Schwankungen im Extrudatausstoß werden als Extruder-Punching, Schmelzinstabilität oder instabiler Ausstoß bezeichnet. Anstelle eines gleichmäßigen Extrusionsprozesses ist ein rhythmisch pulsierendes Materialfluss zu beobachten. Es kann zu Phasen der Überextrusion kommen, gefolgt von plötzlichen Phasen der Unterextrusion.

Zu den Symptomen gehören: 

  1. Abweichungen im Durchmesser von extrudierten Profilen oder Rohren
  2. Schwankungen der Messwerte des Schmelzdruckmessgeräts 
  3. Die Stromstärke des Motors oder das Drehmoment der Schraube ändert sich häufig. 
  4. Äußerliche Mängel (Haifischhaut, Schmelzbruch, Welligkeit) 
  5. Unerwartete Erhöhungen der Schrottquoten 

Wenn Sie während der Extrusion eines dieser Anzeichen bemerken, geraten Sie nicht in Panik – es gibt immer eine Ursache.

1. Schwankungen des Rohmaterial- oder Feuchtigkeitsgehalts 

Ungleichmäßige Rohmaterialdichte, schlechte Pelletqualität oder falsche Feuchtigkeitswerte können zu unregelmäßiger Zuführung, Ansammlung von geschmolzenem Material und Druckstößen führen.

Überprüfen: 

  1. Die Übereinstimmung der eingehenden Rohstoffe mit dem Analysezertifikat (CoA) des Lieferanten
  2. Der Feuchtigkeitsgehalt des Harzes vor der Weiterverarbeitung – Nylon, ABS, PC – sollte gemäß den Vorgaben getrocknet werden.
  3. Pelletgröße und -form (werden sie im Einzugskanal ungleichmäßig zerkleinert? Oder bilden sich Brücken?) 

Die Verwendung von hochwertigem Harz von einem vertrauenswürdigen Lieferanten und die bedarfsgerechte Trocknung eliminieren eine Vielzahl potenzieller Probleme im Zusammenhang mit Druckstößen.

2. Verschleiß von Schraube und Zylinder 

Alternde Schnecken und Zylinder können zu Stoßströmungen führen, insbesondere beim Verarbeiten von abrasiven Füllstoffen mit hohen Drehzahlen. Durch den allmählichen Verschleiß des Metalls verringert sich der Spalt zwischen den Schneckenwindungen, sodass die Schmelze zurückfließen kann – ein Phänomen, das als Schneckenschlupf bekannt ist.

Überprüfen: 

  • Das Spiel zwischen Schraube und Zylinder – dies zeigt den Schraubenverschleiß an
  • Sichtbare Verformung der Schraube, Korrosionsnarben oder Verschleiß der Mischelemente/Messer
  • Sichtbares Verschleißmuster, das auf eine Fehlausrichtung des Laufs hindeuten könnte

Während qualitativ hochwertige Maschinen von renommierten Herstellern wie Hirschmaschine sind mit gehärteten und präzisionsgeschliffenen Schrauben und Zylinder, Verschleiß tritt unweigerlich auf. Durch die Implementierung eines Messplans für Schnecken und Zylinder können Sie Verschleißtrends erkennen, bevor diese Ihren Prozess beeinträchtigen.

3. Temperatureinstellungen 

Zu hohe oder zu niedrige Schmelztemperaturen können zu Instabilitäten im Extrusionsprozess führen. Sind die Zylinderzonen zu kalt, kann sich ungeschmolzenes Material ansammeln und stellenweise durchbrechen. Sind sie zu hoch, zersetzt sich das Harz, wodurch eine niedrigviskose Schmelze entsteht, die auf der Schnecke abrutscht.

Überprüfen: 

  1. Vergleichen Sie Ihre aktuelle Verarbeitungstemperatur mit dem vom Harzlieferanten empfohlenen Temperaturfenster.
  2. Sind Ihre Thermoelemente kalibriert? Ein defektes Thermoelement könnte dazu führen, dass Ihre Zone um 20–30 °C abkühlt, ohne dass ein Alarm ausgelöst wird.
  3. Abweichungen der Zonentemperaturen können Ihnen helfen, defekte Heizbänder oder Probleme mit der Steuerung zu lokalisieren.
  4. Nehmen Sie kleine, schrittweise Anpassungen (5–10 °C) vor und notieren Sie die Stabilität der Ausgangsleistung nach jeder Anpassung.

4. Überbrückungs- oder unregelmäßige Fütterung 

Die Ursache für die meisten Förderprobleme liegt oft im Einzugsbereich. Wenn nicht gleichmäßig Material in die Schnecke gelangt, wird alles nachgelagerte System beeinträchtigt.

Überprüfen: 

  • Bilden sich Materialbrücken? Bei Pellets mit hoher Schüttdichte oder ungewöhnlicher Form kann sich das Material verdichten und einen Bogen über dem Einzugstutzen bilden. Ein Einzugstutzen-Vibrator oder -Rührwerk kann dies beheben.
  • An den Trichterwänden haften bleiben, während die Mitte durchfließt (Ratholbildung)
  • Ist die Temperatur im Einzugstutzen zu hoch, können die Pellets aufweichen und schmelzen/die Schnecke verstopfen, bevor sie in die Förderschnecke gelangen. Sorgen Sie für ausreichende Kühlwasserzirkulation im Einzugstutzen! 
  • Die Kalibrierung Ihres Dosierers – wenn Sie einen gravimetrischen/volumetrischen Dosierer verwenden, stellen Sie sicher, dass er auf die korrekte eingestellte Fördermenge kalibriert ist und nicht pulsiert.

Unser Extruder Die Konstruktion zeichnet sich durch eine optimierte Geometrie des Einzugskanals aus, die einen gleichmäßigen Materialfluss in die Schnecke ermöglicht und Brückenbildung minimiert, ohne dass ein Eingriff des Benutzers erforderlich ist.

5. Änderungen des Werkzeugdrucks 

Während viele Ursachen für Drehzahlschwankungen an der Schnecke liegen, können auch Probleme mit der Düse oder dem Siebpaket zu Instabilität führen.

Überprüfen: 

  1. Ist das Sieb verstopft? Ein verschmutztes Sieb verursacht Druckaufbau und anschließenden plötzlichen Druckabfall – was zu pulsierender Leistung führt. Wechseln Sie Ihr Sieb regelmäßig. 
  2. Die Düsenlänge/Geometrie – Einschränkungen durch die Düse können die vom Gewindetrieb kommenden Druckimpulse verstärken.
  3. Messen Sie den Schmelzdruck vor und nach dem Siebdruck; eine zunehmende Differenz bedeutet, dass es Zeit für einen Wechsel ist.
  4. Ablagerungen von Flusen oder zersetztem Material an den Matrizenlippen/Werkzeugen

Schrittweise Vorgehensweise zur Fehlerbehebung bei Spannungsschwankungen 

Befolgen Sie diese Vorgehensweise, wenn Sie zum ersten Mal einen Spannungsanstieg bemerken:

  1. Bestätigen Sie die Grundlagen –Ist das Material ausreichend getrocknet? Ist der Trichter voll? Wird das Siebpaket regelmäßig ausgetauscht? 
  2. Schauen Sie sich Ihre aufgezeichneten Daten an — Verlauf des Schmelzdrucks, Schneckendrehzahl und Motorstromstärke können Hinweise liefern.
  3. Teile und herrsche — Ist der Stoß rhythmisch oder unregelmäßig? Ein regelmäßiger Stoß deutet auf Schraubenverschleiß oder ein Temperaturproblem hin. Ein unregelmäßiger Stoß deutet auf eine Fehlfunktion hin. 
  4. Ändere eine Sache nach der anderen — Passen Sie die Temperatur, die Schraubendrehzahl oder den Gegendruck anhand einer Variablen an und notieren Sie die Ergebnisse.
  5. Den Extruder nach Möglichkeit einer Sichtprüfung unterziehen. Durch das Entfernen der Schraube können viele versteckte Probleme sichtbar werden.

Vorbeugende Wartung: Überspannungen von vornherein vermeiden. 

Viele Fälle von Spannungsspitzen lassen sich durch die einfache Einhaltung eines vorbeugenden Wartungsplans verhindern:

  • Täglich: Überprüfen Sie beim Anlauf die Prozesstemperaturen, Drücke und Motorströme.
  • Wöchentlich: Physische Inspektion von Trichter/Zuführungsöffnung/Siebpackung 
  • Monatlich: Thermoelementkalibrierung und Überprüfung des Heizbandes 
  • Jährlich: Schraube und Zylinder zur Messung herausgenommen; Verschleiß mit OEM-Spezifikationen vergleichen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Erstellung eines vorbeugenden Wartungsplans? Hirschmaschine Wir zeigen Ihnen bewährte Vorgehensweisen und Zeitpläne, damit Ihre Geräte reibungslos funktionieren.

Schlussbetrachtung 

Wann ist es schon einmal ohne ersichtlichen Grund zu Extruder-Rucklern gekommen? Der Austausch des Siebpakets oder die Anpassung der Temperatur erscheinen zwar wie reaktive Wartung, sind aber oft die Lösung des Problems. Betrachten Sie daher jede Variable einzeln. In den meisten Fällen lassen sich Extruder-Ruckler auf eine von fünf Ursachen zurückführen: Materialzufuhr, Verschleiß von Schnecke und Zylinder, Temperatur, Feuchtigkeit im Material und Düsenverengungen.

Lassen Sie sich von sporadischen Aussetzern nicht verunsichern. Arbeiten Sie diese Liste durch und optimieren Sie Ihre Prozessparameter. Sollten Sie alle genannten Schritte ausprobiert haben und der Extruder weiterhin Aussetzer aufweisen, ist es möglicherweise an der Zeit, Ihren Gerätehersteller zu kontaktieren. 

Hirschmaschine verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich Extrusion und unterstützt Sie bei der Fehlerbehebung von Extruderinstabilitäten. Ob es nun um die Empfehlung eines Spezialschraube, die Reparatur verschlissener Bauteile oder die Überarbeitung Ihrer Prozessparameter.

Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Was ist der häufigste Grund dafür, dass ein Extruder nach monatelangem reibungslosem Betrieb plötzlich ruckelt?

Höchstwahrscheinlich liegt es an Ihrer Schnecke und Ihrem Zylinder. Durch allmählichen Verschleiß vergrößert sich mit der Zeit der Luftspalt um mehr als etwa 1% des Schneckendurchmessers, was zu Schmelzrückfluss und plötzlichen Temperaturschwankungen führt. Ein teilweise verstopftes Sieb ist die zweithäufigste Ursache für plötzliche Temperaturschwankungen. An dritter Stelle steht die Thermoelementdrift: Weicht die Temperatur einer Zone um 20–30 °C vom Sollwert ab, werden zwar keine Alarme ausgelöst, aber es kommt definitiv zu Schmelzungleichmäßigkeiten.

Frage 2: Kann eine Erhöhung oder Verringerung der Schraubendrehzahl meine Probleme mit dem Ruckeln beheben? Oder werden sie dadurch verschlimmert? 

Beides hängt von der Ursache ab. Bei einem Förderproblem kann eine Reduzierung der Schneckendrehzahl um 5–101 TP3T zu einem gleichmäßigeren Förderdruck beitragen. Bei Verschleiß von Schnecke und Zylinder behebt eine Änderung der Schneckendrehzahl das Problem des zu großen Steigrohrspiels nicht. Bei einem Temperaturproblem führt eine Erhöhung der Schneckendrehzahl zu zusätzlicher Scherwärme und kann das Problem verschlimmern. Durch Erhöhen oder Verringern der Schneckendrehzahl lässt sich die Ursache des Problems eingrenzen.

Frage 3: Feuchtigkeit verursacht Wellenbildung. Ab wann ist zu viel Feuchtigkeit zu viel? 

Ja! Feuchtigkeit bildet Dampfblasen im Zylinder, die zu Druckstößen führen. Schon geringe Feuchtigkeitsmengen können Probleme verursachen – PA 0,2%, ABS 0,1%, PC 0,02% und PET 0,005%. Verwenden Sie daher immer einen Entfeuchter und überprüfen Sie die Feuchtigkeit mit einem Feuchtigkeitsanalysator. Trocknen Sie Ihr Mahlgut außerdem separat vom Neumaterial, da es eine größere Oberfläche aufweist und Feuchtigkeit schneller aufnimmt.

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Abbildung von Kelly

Kelly

Schnecken- und Zylinderexperte, 5 Jahre Vertriebserfahrung – Jagdmaschinen.

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